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Wie KI die Suche bei Google verändert

by | GEO, Marketing, SEO

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KI verändert die Suche bei Google – was Zahnarztpraxen jetzt konkret tun müssen

Google AI Overviews, ChatGPT Search, Perplexity: Die Suche im Internet nach einem Zahnarzt verändert sich grundlegend. Zwei konkrete Beispiele, wie die KI Patienten gezielt lenkt – und was Zahnarztpraxen jetzt unbedingt beachten sollten.

KI-Suche (Google AI Overviews, ChatGPT & Co.) beantwortet Patientenfragen direkt – ohne Klick auf die Praxis-Website.

Zahnarztpraxen, die sichtbar bleiben wollen, müssen ihre Website-Texte auf echte Patientenfragen ausrichten, statt nur Leistungen aufzulisten.

Dieser Artikel richtet sich sowohl an Zahnärztinnen als auch an Zahnärzte – der besseren Lesbarkeit halber wird im Text die männliche Form verwendet.

Wer heute eine neue Praxis sucht, googelt nicht mehr einfach „Zahnarzt Berlin Mitte“ und klickt auf das erste Ergebnis. Die Suche hat sich grundlegend verändert, von den meisten jedoch vollkommen unbemerkt.

Seit Mitte 2024 beantwortet Google viele Suchanfragen gar nicht mehr mit einer Liste von Webseiten. Stattdessen erscheint oben auf der Ergebnisseite eine vollständige, KI-generierte Antwort.

Sucht man zum Beispiel mit dem Begriff: „Wurzelbehandlung schmerzfrei, Berlin-Mitte“ bekommt der Nutzer sofort eine Empfehlung, mit Begründung, Link auf die Leistungsseite, evtl. Blogbeiträge und Bewertungen plus Adresse, Telefonnummer und Praxiszeiten.

Fertig. Direkt. Ohne dass der Nutzer noch einen einzigen Klick tätigen muss.

Das ist ungeheuer praktisch – für den Suchenden. Für Zahnarztpraxen, die auf organische Sichtbarkeit angewiesen sind, ist es dagegen ein ernstes Problem.

Denn sie fragen sich: Wie komme ich bei der KI-Suche in die erste Reihe? Wie gelingt es mir, als Endotontologe bei Google sofort empfohlen zu werden? Mit Begründung, mit guten Bewertungen?

Und genau darum geht es heute in diesem Artikel.

 

Was sich in der Suche verändert hat – und warum das kein kurzfristiger Trend ist

Google, ChatGPT, Perplexity: Drei Namen, die in den letzten zwei Jahren die Spielregeln der digitalen Sichtbarkeit neu geschrieben haben. Alle drei setzen auf dasselbe Prinzip – KI fasst Informationen zusammen, formuliert Antworten und liefert diese direkt, ohne den Nutzer zwingend auf eine externe Website weiterzuleiten.

Google hat diesen Ansatz mit den sogenannten AI Overviews (früher: Search Generative Experience, SGE) in den Massenmarkt gebracht. Seit Mai 2024 sind sie in den USA für alle Nutzer aktiv – und der Rollout für weitere Märkte, darunter Deutschland, läuft schrittweise.

ChatGPT Search wurde Ende 2024 als eigene Suchfunktion veröffentlicht und gewinnt seitdem kontinuierlich an Nutzern. Perplexity.ai wächst noch unauffälliger, aber konstant – und spricht vor allem technikaffine Nutzer an, die präzise, quellengestützte Antworten bevorzugen.

Das Ergebnis: Suchen finden zunehmend so statt, dass eine KI die Antwort selbst formuliert – und die Praxis-Website entweder als Quelle zitiert wird oder sogar ganz unsichtbar bleibt.

Wie gesagt – für den Suchenden super bequem, für die Zahnarztpraxis oft ein Desaster, denn ihre Webseite wird oft gar nicht mehr angezeigt.

 

Zwei konkrete Beispiele, wie sich die Suche in den letzten zwei Jahren verändert hat

Beispiel 1: Der verschwundene Klick – Zero-Click-Suchen nehmen massiv zu

Bis vor zwei Jahren war das Modell klar: Jemand sucht bei Google, sieht eine Liste von zehn Ergebnissen, klickt auf das relevanteste und landet auf einer Website. Heute passiert immer häufiger etwas anderes.

Laut einer Studie reduzieren Google AI Overviews die organische Klickrate für Seite-1-Ergebnisse um bis zu 58 %!

Das bedeutet: Wer früher auf Platz 1 stand und 15 Klicks pro 100 Suchanfragen erhalten hat, bekommt jetzt bei Anfragen mit AI Overview nur noch rund 8 Klicks – oder weniger.1

Parallel dazu hat sich gezeigt, dass nach dem Start der AI Overviews die organischen Klicks um durchschnittlich 16 % gefallen sind.2 Und der Anteil an sogenannten Zero-Click-Suchen – also Suchen, bei denen der Nutzer die Seite gar nicht erst verlässt – ist zwischen März 2024 und März 2025 von 24,4 % auf 27,2 % gestiegen. Mehr als jede vierte Suche endet also heute ohne Website-Besuch. Das ist für jeden Zahnarzt, der organisch gefunden wierden möchte, alamierend.

Was das für Zahnarztpraxen bedeutet: Eine Website, die früher auf Seite 1 rangierte und regelmäßig neue Patienten über Google gewonnen hat, kann heute – trotz unveränderter Rankingposition – deutlich weniger Besuche erzielen. Nicht weil das SEO schlechter wurde, sondern weil Google die Antwort bereits oben auf der Seite liefert. Nur dass es sich nicht um die eigene Praxis handelt, sondern um einen Kollegen, der die AI-Regeln bereits beherrscht.

Beispiel 2: Patienten fragen anders – und KI antwortet anders

Vor zwei Jahren hat jemand, der Angst vor der Wurzelbehandlung hatte, Dinge wie „Wurzelbehandlung Zahnarzt Berlin“ in Google eingegeben.

Heute fragt dieselbe Person: „Ist eine Wurzelbehandlung wirklich schmerzhaft, und was kann ich dagegen tun?“ – und bekommt von Google, ChatGPT oder Perplexity eine fertige Antwort, komplett mit Erklärung, Einschätzung und oft sogar einem Tipp für die Auswahl des Zahnarztes, basierend auf Bewertungen.

Diese Verschiebung von Keyword-Suche zu Fragen-basierter Suche ist kein Zufall. KI-Systeme sind darauf trainiert, natürlich formulierte Fragen zu beantworten. Je direkter und vollständiger eine Website also auf solche Fragen eingeht – in verständlicher Sprache, mit klarer Struktur –, desto wahrscheinlicher wird sie als Quelle von der KI herangezogen.

Laut Dentaltown (2026)3 und Dental Economics (2025)4 reagieren lokale Zahnarztpraxen, die ihre Website-Texte auf patientenorientierte Fragen ausrichten und strukturierte Daten einsetzen, deutlich besser auf diese Veränderung als Praxen mit den bislang üblichen Leistungsseiten.

 

Was das für deine Praxis konkret bedeutet

Hier ist die gute Nachricht: Die grundlegende Logik von gutem Content hat sich nicht geändert. Was sich geändert hat, ist der Maßstab.

Praxen, die auf ihrer Website echte Fragen ihrer Patienten beantworten – klar, vollständig, in verständlicher Sprache – werden von KI-Systemen als Quellen erkannt und zitiert. Praxen, die das nicht tun und wie so oft, lediglichauf ihre Leistungen hinweisen, werden zunehmend unsichtbar.

Was verlangt nun KI-gestützte Suche von einer Praxis-Website?

Fragen beantworten, nicht nur Leistungen auflisten

Eine Leistungsseite, die schreibt „Wir bieten professionelle Zahnreinigungen an“, ist für KI-Systeme wenig interessant. Eine Seite, die erklärt, was eine professionelle Zahnreinigung von der häuslichen Mundpflege unterscheidet, wie lange sie dauert und für wen sie besonders sinnvoll ist, wird als Informationsquelle relevant.

Longtail-Fragen abdecken – regional und spezifisch

Statt auf kurze, hart umkämpfte Keywords zu setzen, lohnt es sich, spezifische Patientenfragen abzudecken. „Zahnarzt für Angstpatienten in [Stadt]“, „Wie lange dauert eine Implantation?“ oder „Wurzelbehandlung: wie viele Sitzungen?“ – das sind die Suchanfragen, die KI-Systeme mit konkreten Seiten verknüpfen.

Praxen, die solche Fragen auf ihrer Website beantworten, erhöhen die Chance, in AI Overviews zitiert zu werden.

Strukturierte Daten und technisches SEO

Schema Markup – also strukturierte Metadaten im Hintergrund der Website – hilft Google und anderen KI-Systemen dabei, Informationen korrekt zuzuordnen: Öffnungszeiten, Telefonnummer, Standort, Bewertungen, Leistungen.

Praxen ohne Schema Markup werden von KI-gestützten Suchergebnissen schlicht schwerer erfasst.

Lokale Signale stärken

Google My Business (heute: Google Business Profile) ist nach wie vor einer der wichtigsten Hebel für lokale Sichtbarkeit – und das gilt auch im KI-Zeitalter.

Vollständige Profile, aktuelle Öffnungszeiten, regelmäßige Beiträge und authentische Bewertungen, die beantwortet werden, erhöhen die Wahrscheinlichkeit, in lokalen KI-Antworten berücksichtigt zu werden.

Authentischer, strukturierter Content – keine Stock-Texte

KI-Systeme erkennen zunehmend, ob ein Text echte Kompetenz transportiert oder generisch und austauschbar ist.

Texte, die konkrete Fallbeispiele, echte Behandlungsabläufe und nachvollziehbare Erklärungen enthalten, werden bevorzugt zitiert.

Generische Leistungsseiten verschwinden im Rauschen.

GEO – das neue Kürzel, das Zahnarztpraxen kennen sollten

Neben dem klassischen SEO (Suchmaschinenoptimierung) sprechen Experten seit 2024 zunehmend von GEO – Generative Engine Optimization.

Gemeint ist die gezielte Optimierung von Inhalten daraufhin, von KI-Systemen als verlässliche Quelle erkannt und zitiert zu werden.

Der Unterschied zum klassischen SEO: Dieser fragt: „Wie rankt meine Seite in der Ergebnisliste?“ GEO fragt: „Wird meine Seite von KI-Systemen als Antwort auf Patientenfragen verwendet?“

Für Zahnarztpraxen bedeutet das: Wer in Zukunft planbar gefunden werden will, muss beides im Blick haben – klassische Auffindbarkeit in Rankings und die neue Form der Sichtbarkeit in KI-generierten Antworten.

Pro-Tipp: Schau dir deine wichtigsten Leistungsseiten an und frage dich: Beantwortet diese Seite eine konkrete Frage, die ein Patient stellen würde? Oder beschreibt sie nur, was ihr anbietet?

Der Unterschied ist entscheidend, ob deine Praxis gefunden beziehungsweise zitiert wird. Das gilt für Google und für KI gleichermaßen.

BCvision legt bei den Webseiten ihrer Kunden schon seit Jahren den Fokus auf populärwissenschaftlich geschriebene und authentische Artikel, zusätzlich zu aussagefähigen Leistungsseiten.

Und deren Sichtbarkeit in KI-generierten Antworten beziehungsweise das Ranking zeigt, dass diese Strategie aufgeht.

Du willst wissen, wie deine Praxis aktuell aufgestellt ist – und welche konkreten Schritte als nächstes sinnvoll wären?

Dann lass uns das gemeinsam in einem kurzen Erstgespräch klären. Kein Verkaufsgespräch, kein Druck – nur ein ehrlicher Blick auf deinen digitalen Auftritt.

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Häufig gestellte Fragen

Was sind Google AI Overviews und warum sind sie für meine Praxis relevant?

Google AI Overviews sind KI-generierte Antworten, die seit Mai 2024 direkt auf der Suchergebnisseite erscheinen – noch bevor der Nutzer auf eine Website klickt. Studien zeigen, dass dadurch die Klickrate auf organische Ergebnisse um bis zu 58 % sinken kann. Für Zahnarztpraxen bedeutet das: Wer nicht als Quelle in diesen Antworten auftaucht, wird schlicht übersehen – egal wie gut die bisherige SEO war.

Meine Praxis rankt seit Jahren gut bei Google. Muss ich trotzdem etwas ändern?

Ja – denn gutes Ranking allein reicht nicht mehr. Mehr als jede vierte Suchanfrage endet heute ohne einen einzigen Klick auf eine Website. Entscheidend ist künftig, ob deine Inhalte von KI-Systemen als verlässliche Quelle erkannt werden. Dafür braucht es patientenorientierte Texte, die echte Fragen beantworten, strukturierte Daten im Hintergrund und eine starke lokale Präsenz – zum Beispiel über ein vollständiges Google Business Profile.

Was ist GEO und was hat das mit meiner Zahnarztpraxis zu tun?

GEO steht für Generative Engine Optimization – also die gezielte Optimierung von Website-Inhalten daraufhin, von KI-Systemen wie Google, ChatGPT oder Perplexity als Antwortquelle zitiert zu werden. Während klassisches SEO fragt „Wie ranke ich in der Ergebnisliste?“, fragt GEO: „Wird meine Praxis von KI als Antwort auf Patientenfragen verwendet?“ Wer beides kombiniert, ist für die nächste Phase der digitalen Sichtbarkeit gut aufgestellt.

Quellenangaben

Dagmar Charbonnier – Expertin für Positionierung & Content-Marketing Seit über 20 Jahren begleitet Dagmar Zahnärzte bei Praxisentwicklung, Positionierung und Marketing. Als NLP Master und systemischer Coach verbindet sie Strategie mit praxisnaher Umsetzung: von Content und Social Media über Branding bis hin zu Social-Recruiting. Ihre Stärke: schnelle und effiziente Umsetzung, kreative Inhalte und strukturierte Abläufe, die spürbar Wirkung zeigen.

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